Exploit im Cup

Im Cup 1/8 Finale traten die Steckbornerinnen am Dienstag zu Hause gegen den amtierenden Schweizer Meister UHV M.S. Obfelden an.

 

Die ersten Spielminuten versprachen ein spannendes, schnelles Spiel, bei dem man sich nicht all zu viele Fehler würde erlauben dürfen.

Die Steckbornerinnen spielten von Beginn weg konzentriert und beschränkten sich gegen den Favoriten nicht nur aufs dagegen Halten, sondern versuchten, auch ihrerseits Akzente zu setzen.

Das zahlte sich aus; nach gut fünf Minuten waren sie es, die erstmals jubelten. 1:0, die Partie war lanciert. Und es sollte noch besser kommen, bereits drei Minuten später zappelte der Ball erneut im Netz der Gäste. Das Spiel gestaltete sich im Anschluss weiter ausgeglichen, doch die Steckbornerinnen handelten sich wegen Stockschlags zwei Strafen ein, die die Obfeldnerinnen geschickt zu nutzen wussten. Sie zogen beide Male ein starkes Powerplay auf und glichen die Partie noch vor dem ersten Pausenpfiff aus.

 

Trotz der vergebenen Führung hatte man im ersten Drittel Selbstvertrauen getankt und wollte sich nicht nur möglichst gut gegen den Meister behaupten, man wollte gewinnen.

Den Grundstein dafür legten die Steckbornerinnen zu Beginn des Mitteldrittels; innerhalb von zwei Minuten erzielten sie drei Tore. Obfelden jedoch verbuchte kurz darauf den Anschlusstreffer und der Vorsprung schrumpfte wieder.

Wegen eines unglücklichen Wechselfehlers musste in der 36. Minute erneut eine Steckbornerin auf die Strafbank. Powerplay Obfelden. Die Konsequenz war bis anhin immer dieselbe gewesen. Ein Tor. Auch im dritten Powerplay war dies bereits nach wenigen Sekunden der Fall. Der neuerliche Anschlusstreffer für Obfelden? Keineswegs, Fabienne Isler hatte sich in der eigenen Hälfte den Ball erkämpft und ihn nach einem Solo volley in die gegnerischen Maschen gedroschen. 6:3, nun schnupperte man definitiv an der Sensation.

 

Um das Spiel noch einmal zu drehen, setzten die Obfeldnerinnen im Schlussdrittel noch stärker auf die Offensive. Durch frühes Forechecking setzten sie die Steckbornerinnen bereits hinter dem eigenen Tor unter Druck und erschwerten ihnen so den Spielaufbau. Die Defensive der Einheimischen stand jedoch solide und verhinderte, gestützt von einer unanständig gut aufgelegten Martina Höppli im Gehäuse, weitere Torerfolge der Gäste und verbuchte im Gegenzug zwei weitere Treffer.

Obfelden ersetzte im Anschluss die Torhüterin durch eine vierte Feldspielerin und machte in Überzahl noch einmal Druck vor dem Steckborner Tor. Die Rechnung ging auf; zwei Sekunden vor Schluss schossen sie zum Endstand von 8:4 ein.

 

Die Freude nach dem Schlusspfiff war riesengross, mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hatte man den 1/8-Finalsfluch endlich überwunden und steht nun erstmals in der Vereinsgeschichte im 1/4 Finale des Cups.